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Buntes Programm überzeugte Alt und Jung

Blick aktuell vom 23.02.2019

STATT-Sitzung der Meckenheimer Prinzengarde war restlos ausverkauft

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"Meckem Alaaf" jubelten die Tollitäten mit den Jecken. Fotos: STF

Meckenheim. Zum elften Mal fand am vergangenen Samstag die STATT-Sitzung der Meckenheimer Prinzengarde in der restlos ausverkauften Schützenhalle
statt.

Kommandant Friedel Groß war denn auch bereits kurz vor Beginn der Veranstaltung überaus zufrieden, hatten sich doch
die meisten Gäste in teils fantasievolle Kostüme gesteckt und sorgten somit für ein buntes Bild in der Narrhalla. Das kam auch Prinz Julian I. sowie Prinzessin Lena I. entgegen, die direkt mit der kompletten Prinzengarde in
den Saal einmarschierten und dabei auch nicht mit süßem Naschwerk geizten. Da ließ es sich der Prinz auch nicht nehmen,
selbst zur Trompete zu greifen und gemeinsam mit seiner Prinzessin das Sessionslied anzustimmen. Dass es die Kindertollität faustdick
hinter den Ohren hat, das wusste anschließend Friedel Groß zu berichten. Denn bei einem Empfang für den Elferrat hatte sich Julian I. direkt mit in
die Reihe gestellt, um von den anwesenden Damen gebützt zu werden, getreu dem Motto „Früh
übt sich“. Das gilt freilich auch für die verschiedenen Tanzgarden der Prinzengarde,
die an diesem Tag alle ihren Auftritt hatten. Den Auftakt machten die allerjüngsten, die „Ruude Stümpche“, die das Lied
der Gummibären tanzten.

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Viel Applaus gab es für die „Ruude Stümpche“ der Prinzengarde.

Gardetanz hat auch viel mit Akrobatik und Leistungssport zu tun, das zeigte Solomariechen Selina
Münch in ihrer Vorführung. Zu der schnell abgespielten Melodie des Radetzky-Marschs wirbelte sie inatemberaubendem Tempo über
die Bühne und bekam hierfür berechtigt viel Applaus. „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, auch darauf lässt sich tanzen,
wie die Kindergarde eindrucksvoll demonstrierte. Anschließend kam die Musikband „De Schlappkappe“
auf die Bühne und übernahm die Funktion des Eisbrechers. Mit einem gelungenen Mix aus alten und neuen kölschen Melodien
zeigte sie, warum sie zurecht zu den derzeit meist angesagtesten Nachwuchsgruppen im Karneval gehören.

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Bunt kostümiert und bestens gelaunt waren die Jecken

Kommandant Friedel Groß hatte wohl mehr eine prophetische Gabe, als er der Band eine große Zukunft auch in den TV-Sitzungen
voraussagte. Hier gab es zum Einstand dann alte Songs wie „Trink doch ene met“ oder „Hey Kölle“. zu hören. Die Texte kannte jeder. So hatten die Jungs auf der Bühne und das Mädel am Schlagzeug auch leichtes Spiel, wobei es spätestens beim Lied
„Ich bin ne Kölsche Jung“ vom alten Millowitsch niemand mehr auf den Stühlen hielt. Setzen brauchte sich auch niemand, denn mit
den bekanntesten Songs der Kölschrocker von „Brings“ ging es weiter. Da wurde andächtig das „Halleluja“ gesungen, bevor sie sich an eine „superjeilezick“ erinnerten. Das Publikum war begeistert und forderte lautstark mehrere Zugaben ein, die die Band
auch gab. Redner haben es da normalerweise schwerer, aber mit Thorsten Bär, Gewinner des Comedy Grand Prix 2018 bei RTL, hattedie Prinzengarde einen Redner aus der ersten Reihe verpflichtet. Ein Hamburger im Rheinland, der bekennender HSV-Fan ist, jeder konnte es nachvollziehen: Der Mann steht auf Schmerzen. Dafür gab es dann Sprachunterricht. So weiß jeder, dass Pils vom Fass jetzt auf italienisch „Fungi al Tonno“ heißt. Riesenapplaus gab es auch für die Stimmimitationen von Lukas Podolski, Jogi Löw und anderen Prominenten, die alle
in Meckenheim waren. Und die Lacher hatte er auf seiner Seite,als der dem Publikum mit der Stimme von Dieter Bohlen viermal ein Ja gab.

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Kommandant Friedel Groß entlockte dem Prinzen so manches Geständnis.

Viel Akrobatik und tolle Tänze zeigten anschließend die Showtanzgruppe der Meckenheimer Stadtsoldaten sowie das Männerballett der Dicke Föös aus Altendorf-Ersdorf. Es war Friedel Groß anzumerken, dass er stolz war, eine lebende Legende anmoderieren zu können,aus Köln war King Size Dick gekommen. Der steht für das alte Köln und hatte auch die entsprechenden Songs mit dabei, wobei er die Ankündigung mit der lebenden Legende ironisch kommentiere, er würde ja noch leben.

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Mit King Size Dick begeisterte eine große Kölner Legende

Dafür entführte er anschließend die Besucher nach Tritonesien und ging mit ihnen zu Fuß nach Kölle. Da war zu merken, dass
bei diesen Liedern jeder in der Halle den Text konnte. So feierte die Halle kräftig ab. Vor allem natürlich bei „Leev Linda Lou“, dem Song, mit dem King Size Dick mehr als 17 Jahre gemeinsam mit den Bläck Fööss durch die
Säle des Rheinlands gezogen war. Am Ende waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Die Prinzengarde hatte mit der elften Auflage der STATT-Sitzung und der Mischung des Programms
genau ins Schwarze getroffen.

Text_ StF

Blick aktuell 23.02.2019



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